Der Studentenkarzer in der Alten Universität
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Der alte Studentenkarzer in der Alten Universität.
Der Studentenkarzer in der Alten Universität
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Der alte Studentenkarzer.
Der Studentenkarzer in der Alten Universität
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Die massive Holztür.
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Der alte Karzer.
Der Studentenkarzer in der Alten Universität
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Bis zu vier Wochen mussten es die Studenten hier aushalten.
Der Studentenkarzer in der Alten Universität
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Hier lag früher das Strohbett.
Der Studentenkarzer in der Alten Universität
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Gegen die Langeweile malten die Studenten mit Kerzenruß etwas an die Wand.
Der Studentenkarzer in der Alten Universität
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der alte Studentenkarzer

Es war einmal ...

Über den alten und den neuen Studentenkarzer 

Heidelberg-Altstadt - HEIDELBERG24 auf den Spuren unserer Vergangenheit: Wir besuchen das ,Studenten-Gefängnis’ in der alten Universität und zeigen Dir was Du dort alles finden kannst:

Die Heidelberger Ruprecht-Karls-Universität ist die älteste Uni in ganz Deutschland. Viele wichtige Denker studierten oder lehrten an der Ruperto Carola und beeinflussten so auch die deutsche Geschichte. 

Noch heute steckt die Uni voller Geheimnisse – oder wusstest Du, dass es neben dem bunt bemalten Studentenkarzer noch einen anderen gibt, einen Düsteren? Wir tauchen ein in Heidelbergs Geschichte vor rund 300 Jahren.

Das alte Gefängnis

Feuchte Luft, modriger Geruch und ein kalter Windhauch – das ist das erste, was man spürt und hört, wenn man in den uralten Studentenkarzer geht. Er wurde 1716 u nter einer Treppe gebaut und bestand damals noch aus drei Räumen. Der Karzer ist so versteckt, dass wir ohne einen Hinweis einfach daran vorbei gelaufen wären. 

Die Eingangstür ist gefühlt nur einen Meter hoch und auch die Innenräume sind sehr klein. Zwei Räume sind noch erhalten, sie sind durch massive Holztüren voneinander getrennt.

Es fühlt sich an, als wäre man in einen alten Kerker eingetreten. Mit etwas Fantasie meint man, noch das Jammern und Wehklagen der hier eingebuchteten Studenten hören zu können. 

Die kleinen ,Zimmer’ waren früher nur mit Strohbetten und einem Klo ausgestattet. „Bis zu vier Wochen waren die Studenten eingesperrt“, sagt uns eine Museums-Angestellte. „Der Karzer wurde bis 1790 genutzt, aber hier wurden einfach zu viele Studenten krank.

In den Gefängnissen der Zeit war die Luft immer so feucht, dass die Klamotten der Inhaftierten dauerhaft nass waren und sie dadurch erkrankten. Außerdem gab es Ratten

Der ,neue’ Karzer

Im Gegensatz zum alten Karzer wirkt der neue regelrecht freundlich und komfortabel. Überall sind bunte Zeichnungen, mit Ruß gemalte Umrisse und zahlreiche Sprüche an den Wänden. Die einzelnen Uniformen an den Silhouetten standen für die Studentenverbindungen.

Mit den Jahren wurde der Karzer immer mehr zum ,Muss’ für die Studenten. Jeder sollte mindestens einmal in seiner Studienzeit im Gefängnis gesessen haben.

Delikte wie nächtliches Singen, übermäßiger Alkoholgenuss, Fechtkämpfe oder das Beleidigen der Polizei wurde bestraft. (Ausgenommen die Fechtkämpfe wäre heutzutage wahrscheinlich jeder Student auch mal im Karzer eingesperrt) Einige Studenten kamen damals auf die Idee, die Schweine von Einwohnern frei zu lassen und sie anschließend durch die Gassen zu jagen.

Übrigens: Neben Kritzeln an Wände, Kartenspielen und Schwänzen von Vorlesungen, vertrieben sich die Jungs die Zeit mit dem einen oder anderen Bier – das durfte man nämlich auf die Karzer-Zimmer mitnehmen.

Ja, Student muss(te) man sein!

Infos

Öffnungszeiten

  • April bis Oktober, Di.-So., 10-18 Uhr
  • November bis März, Di.-Sa., 10-16 Uhr

Wichtig: Da der alte Studentenkarzer sehr klein ist, werden größere Gruppen nicht hinein gelassen.

jol

Quelle: Heidelberg24

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