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Bohnen sind reich an Magnesium, Eisen, Zink und Kalium, nur roh ist das Gemüse richtig ungesund.

Bohnen, Kartoffeln, Auberginen und, und, und

Dieses Gemüse sollten Sie niemals roh essen!

Gemüse ist gesund, keine Frage. Besonders in Mode sind grüne Smoothies oder sogenanntes „Raw Food“ - zu deutsch Rohkost. Doch Vorsicht! Ungekochtes Grünzeug kann richtig giftig sein.

Gemüse rein und Mixer an - das pürierte Grünzeug nennt sich heutzutage Smoothie (engl. „smooth“ für sämig). Im Internet finden sich unzählige Rezepte: Smoothies aus rohen Kartoffeln, geschredderten Tannennadeln oder ein Sorbet aus gefrorenen Beeren mit Wildkräutern. Daneben ist ungekochtes Gemüse und Obst - sogenannte Rohkost-Ernährung (Raw Food) im Trend. Erhitzen oder Kochen sind bei den Raw-Food-Anhängern tabu.

Doch nicht alles, was sich raffiniert mit dem Mixer oder Reibe zu einer hippen Rohkost-Mahlzeit komponieren lässt, ist dazu geeignet und gesund, warnt die Verbraucherzentrale.

Pflanzliche Zutaten können schädliche Stoffe enthalten. Davon sind einige besonders giftig. Nicht jedes rohe Gemüse zum Verzehr geeignet.

Versteckte Gifte in Rohkost 

Kartoffeln, Bohnen, Auberginen, Rhabarber, Holunder und Maniok müssen vor dem Verzehr verarbeitet und erhitzt werden. 

  • Selbst reife Holunderbeeren frisch vom Strauch gepflückt können Erbrechen und Durchfall auslösen. Die Samen der Früchte enthalten giftiges Sambunigrin. Kochen zerstört diesen Stoff. 
  • Kartoffeln und Auberginen sind Nachtschattengewächse und enthalten das Gift Solanin.
  • Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris) müssen mindestens 20 Minuten lang gekocht werden. Samen und Schoten enthalten Phasin. Der Inhaltsstoff kann Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auslösen. Gekocht sind Bohnen gut bekömmlich und sehr gesund. Sie sind reich an Magnesium, Eisen, Zink und enthalten besonders viel Kalium.

Nitrat im Kopfsalat

Blattgemüse wie Spinat, Kopfsalat, Feldsalat und Rucola können zudem je nach Jahreszeit und Anbaugebiet hohe Nitrat-Werte aufweisen. Aus Nitrat können Verbindungen entstehen, von denen sich viele im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben. Um die Aufnahme zu minimieren, sollten Blattstiele, äußere Blätter und Rippen von den genannten Blattgemüsen nicht verwendet werden.

Wildkräuter und Tannennadeln

Wegen der Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen sollten nur kundige Botaniker Wildkräuter sammeln. Frisch geerntete Kräuter sollten möglichst am selben Tag verarbeitet und verzehrt werden.

Exotische Zutaten wie Tannennadeln sind nicht geeignet, da es oft keine gesicherten Erkenntnisse darüber gebe. Auch vom Verzehr von Obstkernen raten die Experten ab. Das Innere in Aprikosen, Bittermandeln, Kirschen und Äpfeln bildet Blausäure bei der Verdauung. Bei sehr hoher Konzentration kann diese Substanz zu schweren akuten Vergiftungen mit Krämpfen, Erbrechen und Atemnot führen, warnt die Verbraucherzentrale.

Gemüse

Roh

Inhaltsstoff

Was ist zu tun

Grüne Bohnen

giftig

Phasin

Phasin ist ein Zucker bindendes Eiweiß. Es geht vom Darm ins Blut über, wo es dazu führt, dass rote Blutkörperchen zusammenklumpen. 

Durch das Kochen wird das Phasin unschädlich gemacht.

Bohnen sollten mindestens 15 Minuten gekocht werden.

Kartoffeln

giftig

Alkaloide - im Fall der Kartoffel das Solanin

Schälen

gekeimte, grüne Stellen wegschneiden

Kochen (durch das Kochen geht ein Teil des Solanins auf das Kochwasser über)

Auberginen

giftig

Alkaloid Solanin

nur reife, tiefviolette Früchte verwenden.

Zucchini

Kürbis

giftig

Ob sich Cucurbitacine im Gemüse befindet, lässt sich an einem bitteren Geschmack erkennen.

Das Gift Cucurbitacine ist aus Zucchinis und Kürbissen herausgezüchtet worden.

Bei Hitze, Temperaturschwankungen oder unkontrollierten Rückzüchtungen kann es zur Bildung des Gift kommen. 

Cucurbitacine ist hitzebeständig und kaum wasserlöslich.

Auf keinen Fall essen!

Rhabarber

schädlich

Oxalsäure

Der Körper scheidet Oxalsäure über die Nieren wieder aus.

Oxalsäure bindet sich an Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen und Magnesium. Im Darm können diese Komplexe dann kaum mehr aufgenommen werden.

Gefahr: In der Niere können sich aus körpereigenem Kalzium Kristalle bilden und ablagern, die zu Nieren - oder Blasensteinen führen.

 

Holunderbeeren

giftig

Die Samen in reifen Beeren, unreife Früchte, Blätter und Rinde enthalten giftiges „Sambunigrin“.

Erhitzen zerstört den giftigen Stoff.


Die Nummer für den Notfall: Giftnotruf 19240

Rettungsdienst und Feuerwehr erreichen Sie unter 112. 

Eine Liste der Giftnotrufzentralen und Giftinformationszentren in Deutschland, Österreich und Schweiz finden Sie hier .

ml

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