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Illegale Autorennen können dramatische Konsequenzen haben (Symbolfoto).

Gefährliches „Hobby“

Illegale Autorennen: Konsequenzen und Hintergründe

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Sie rasen mit aufgemotzten Autos über öffentliche Straßen und gefährden dabei sich und andere: die Fahrer illegaler Autorennen. Konsequenzen und Hintergründe dieses gefährlichen „Hobbys“:

Am 7. Januar stirbt eine junge Frau bei einem tragischen Unfall in Ludwigshafen-Mundenheim. Die Polizei geht davon aus, dass sich der Unfallfahrer spontan ein Rennen mit einem weiteren Auto lieferte. (WIR BERICHTETEN)

Illegales Autorennen: 22-Jährige tödlich verletzt

Auch in Mannheim kommt es an Heiligabend 2015 zu einem Rennen dieser Art. Zwei Fahrangänger liefern sich ein Wettrasen, glücklicherweise wird niemand verletzt.

Dass dieses rasante „Hobby“ nicht nur für die Beteiligten gefährlich ist, zeigt ein weiterer Vorfall in Karlsruhe. Hier liefern sich zwei Audi-Fahrer ein Rennen durch die Stadt – und krachen in zwei unbeteiligte Autofahrer. Sechs Menschen werden verletzt.

Besonders rücksichtslos verhalten sich zwei Fahrer im Oktober 2014 in Weinheim: Sie fahren im Saukopftunnel um die Wette – dabei rasen die Kontrahenten über die Gegenfahrbahn.

Wettraser ohne Grenzen

Immer wieder kommt es zu illegalen Autorennen in der Region und in ganz Deutschland. Ob Innenstadt, Gewerbegebiet oder Autobahn, die Wettraser kennen keine Grenzen – der öffentliche Verkehrsraum ist ihre Rennstrecke. Ohne Rücksicht auf Verluste rasen die Beteiligten durch die Straßen, missachten Verkehrsschilder und rote Ampeln – und gefährden so nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

Fachleute unterscheiden dabei zwischen zwei Arten von Rennen: Zum einen gibt es organisierte Veranstaltungen, wo Start- und Zielort im Vorfeld festgelegt und meist sogar Geldpreise angesetzt werden. Diese Rennen werden oft von Zuschauern besucht, die sich entlang der Strecke zusätzlich in Gefahr begeben.

Zum anderen gibt es spontane Rennen. Bei denen sich zwei Fahrer – meist in den Nachtstunden – mit ihren Fahrzeugen messen, wenn sie zufällig aufeinander treffen.

Illegale Rennen in der StVO

Der Paragraph 29 der Straßenverkehrsordnung (StVO) untersagt eine „übermäßige Straßenbenutzung“. Dazu zählen auch illegale Autorennen. 

Im Absatz 1 des Paragraphen steht unmissverständlich„Rennen mit Kraftfahrzeugen sind verboten“. Autorennen sind somit untersagt, es können auch keine Genehmigungen dafür eingeholt werden, die ein illegales Rennen legal machen würden.

Wer trotzdem um die Wette rast, dem drohen ernsthafte Konsequenzen und saftige Strafen. Ertappt die Polizei jemanden beim illegalen Straßenrennen, droht ein Bußgeld von 400 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat.

Wer ein illegales Straßenrennen veranstalten, dem droht – auch wenn er selbst nicht mitfährt – ebenfalls eine Strafe in Höhe von 500 Euro.

Kommt es bei einem illegalen Rennen zum Unfall, kann außerdem die Versicherung jegliche Leistung verwehren. Dem Verursacher drohen hohe Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen. Nach einem Unfall kommt auf den Raser im schlimmsten Fall noch eine Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung oder sogar Tötung zu, für die auch langjährige Haftstrafen verhängt werden können.

Keine Statistik

Wie viele Menschen jährlich bei illegalen Autorennen in Deutschland verletzt oder getötet werden, kann man nicht genau sagen. Die Polizei erhebt dazu keine gesonderten Zahlen. 

Den traurigen Rekord der Todesopfer hält jedoch Köln: Im Jahr 2015 werden drei Personen Opfer illegaler Autorennen, darunter ein 49-jähriger Taxifahrgast, eine 19-jährige Radfahrerin und ein 26-Jähriger, der ebenfalls mit dem Rad unterwegs ist.

>>> Unschuldige sterben bei illegalen Autorennen in Köln - Bald PS-Obergrenze?

kab

Quelle: Mannheim24

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